28.11.09 / 23:07 Uhr

700 Teilnehmer

Demonstration in Stuttgart: Demo gegen Mandatsverlängerung der Bundeswehr in Afghanistan

Bild:  Fionn Gro E. / Pixelio



Demonstration in Stuttgart: Demo gegen die Mandatsverlängerung der Bundeswehr in Afghanistan - Mehrere Hundert Personen haben am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt gegen die Mandatsverlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan demonstriert.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung kontrollierten die Beamten mehrere Personen, darunter einen 14 Jahre alten Schüler sowie einen 19 Jahre alten Mann. Beide führten Messer mit sich, die von den Einsatzkräften beschlagnahmt wurden. Die Mutter des 14-Jährigen wurde verständigt und holte ihren Sohn bei der Polizei ab. Der 19-Jährige erhielt einen Platzverweis und muss mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen. Bei einem anderen Mann stellten die Sicherheitskräfte eine Sturmhaube sicher.

Ebenfalls im Vorfeld des Aufzugs erhielt ein anderer 19-Jähriger einen Platzverweis, weil er auf dem Weg zur Demonstration Chinaböller dabei hatte.

Insgesamt wurden gegen sieben Personen kurzfristig freiheitsbeschränkende Maßnahmen ergriffen, davon gegen drei Personen wegen Beleidigung von Polizeibeamten, gegen drei, weil sie Messer, Chinaböller beziehungsweise eine Sturmhaube mit sich führten und damit gegen versammlungsrechtliche Vorschriften verstoßen hatten. Die Polizisten beschlagnahmten mehrere Schlagwerkzeuge, einen Nietengürtel sowie eine Jacke mit Stachelnieten.

Während der Auftaktveranstaltung hatten Unbekannte Konfetti von einem Parkhaus an der Kronenstraße geworfen, einen Böller gezündet und ein Transparent entrollt. Auf dem Weg zur Abschlusskundgebung am Marienplatz musste die Polizei den Demonstrationszug mehrfach stoppen, da einzelne Teilnehmer des Aufzuges gegen Auflagen verstoßen hatten. Sie hatten mitgeführte Transparente miteinander verbunden und verknotet.

An der Veranstaltung nahmen zirka 700 Teilnehmer teil. Die Demonstration wurde von der Versammlungsleiterin kurz nach 16.00 Uhr aufgelöst und die Teilnehmer verließen zügig den Marienplatz. Wegen der bereits im Vorfeld als nicht vollkommen unproblematisch eingeschätzten Demonstration waren mehrere Hundert Polizeibeamte im Einsatz.

(pol/mj)


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