Mit 60 Jahren
Wilhelma Stuttgart: Vilja - älteste Elefantenkuh Europas - verstorben

Wilhelma Stuttgart: Vilja - älteste Elefantenkuh Europas - verstorben. Am Samstag, dem 10.Juli 2010, gegen 16 Uhr starb Vilja, Europas älteste Elefantenkuh. Erst letztes Jahr hatte die Wilhelma ihren 60sten Geburtstag gefeiert. Jetzt trauert die ganze Wilhelma um die Elefantendame.
Eine Tierpflegerin hatte Vilja beim Vorbeigehen auf der Außenanlage stehen sehen. Als sie kurz darauf, von Besuchern alarmiert, zurückkam, fand sie die Elefantin im Graben des Geheges liegend.
Dort konnten die Elefantenpfleger wenige Minuten später nur noch ihren Tod feststellen. Besucher berichteten daraufhin, Vilja sei plötzlich auf der Anlage mit den Vorderbeinen eingeknickt, zusammengebrochen und dann in den Graben gerutscht.
Bei der Bergung des toten Elefanten half die Feuerwehr, so dass ein Tierärzteteam des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart (CVUAS) in Fellbach und ein Tierarzt der Wilhelma noch am späten Nachmittag mit der Untersuchung beginnen konnten.
Nach dem vorläufigen Sektionsergebnis hat Vilja auf der Anlage einen Kreislaufkollaps erlitten und ist infolge dessen in den Graben gerutscht. „Auch wenn wir sehr traurig sind, so können wir also zumindest sicher sein, dass Vilja sich nicht lange hat quälen müssen", so Wilhelma-Direktor Professor Dieter Jauch.
Wie Pfleger Volker Scholl berichtete, hatte Vilja in den Tagen vor ihrem Tod keine Anzeichen für eine Erkrankung oder besondere Schwäche gezeigt: Zwar hatte sie im letzten Jahr altersgemäß weiter abgebaut, aber in den letzten Tagen sei sie für ihre Verhältnisse besonders „fit" und aktiv gewesen und hatte sich noch am Samstagvormittag ausgiebig mit kühlendem Schlamm beworfen.
Im Januar 2008 war die Feuerwehr schon einmal für Vilja im Einsatz gewesen. Damals war die betagte Elefantenkuh von einer Artgenossin geschubst worden und in den Graben gestürzt. Sie konnte jedoch in einer spektakulären Rettungsaktion mit Hilfe eines Kranes so gut wie unverletzt geborgen werden.
Seither hatten die Tierpfleger sie mit Spezialfutter aufgepäppelt und viel Rücksicht auf ihre diversen Altersbeschwerden und Verwöhnwünsche genommen. So durfte Vilja morgens oft länger im Haus bleiben, um ihre Futterration „unbelästigt" verspeisen zu können. Anfangs, nach dem Grabensturz 2008, hatte man ihr zudem aus Sicherheitsgründen eine abgesperrte Zone fernab vom Graben eingerichtet. Dort war sie jedoch von den anderen Elefanten isoliert und in ihrer Bewegungsfreiheit und damit Lebensqualität eingeschränkt, so dass man sie später wieder ins große Gehege ließ.
Vilja gehörte zu den bekanntesten Tierpersönlichkeiten im Zoologisch-Botanischen Garten, den sie 1952 noch als Jungtier bezogen hatte. Die gesamte Wilhelma, insbesondere ihre Pfleger, und sicher auch viele Besucher werden sie sehr vermissen.(red/tm)
Am „Dimitrov-Kreisel“ Verkehrs-Unfall zwischen Rudersberg und Allmersbach
Neuheit im Wilhelma-Terrarium: Rote Bambusnatter
Stuttgart / Remshalden: Millionen-Betrüger flüchtig
Weihnachtsmarkt Stuttgart eröffnet
Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg
Berlin: Google Street View Berlin online
Google Street View Duisburg
Hamburg: Google Street View Hamburg ist online
Google Street View Wuppertal
Google Street View Bochum
Besuchen Sie doch wieder ein Musical im SI-Centrum in Stuttgart. Hier gibts mehr Infos:


