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Theater in Stuttgart - das Theaterprogramm 2009
Die Highlights der kommenden Monate.
Aus dem Spielplan der Stuttgarter Theater 2009.
(alle Angaben ohne Gewähr)
Highlights im November/Dezember 2009
Theater: Theater der Altstadt
Geld stinkt net
von Michael Cooney
Inhalt Erich Schwan brachte es nicht über's Herz, seiner Frau Linda zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hatte. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter war die finanzielle Rettung und gleichzeitig der Anfang einer zweiten Karriere als Virtuose auf der Klaviatur der großzügigen britischen Sozialverwaltung. Während Linda glaubt, er würde jeden Morgen wie sie zur Arbeit gehen, löst Erich eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus, indem er zusätzlich zu seinem neuen Untermieter noch Dutzende weiterer hilfsbedürftiger Hausbewohner erfindet und das soziale Netz zum Trampolin für ungeahnte finanzielle Höhenflüge macht. Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt er nicht aus. Als eines Tages ein Außenprüfer des Sozialamts vor der Tür steht, nimmt das Chaos seinen Lauf....
Termine ohne Gewähr:
14. Dezember 2009, 20h (Premiere)
15. / 16. / 18. - 20. / 26. / 29. - 31. Dezember / 1. / 5. - 9. Januar / 11. - 13. / 16. - 19. / 22. - 26. / 30. Juni / 1. - 3. / 7. - 10. Juli 2010 , 20h
20. / 27. Dezember / 11. Juli, 18h 31. Dezember, 16h 7. Januar, 16h
Theater: FITZ Zentrum für Figurentheater
Orlando
Nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf
Spiel: Anne-Kathrin Klatt
Musik: Klaus Rother
Ausstattung: Stefanie Oberhoff
Licht: Doris Schopf
Regie: Jutta Schubert
»Eine Eskapade, halb lachend, halb ernst« sollte das Buch sein, notierte Virginia Woolf in ihrem Tagebuch. Doch schuf sie mit dem 1928 erschienen Roman »Orlando« einen ihrer größten schriftstellerischen Erfolge. Inspiriert durch die Freundschaft und Liebesbeziehung mit der Dichterin Vita Sackville-West erzählt die fiktive Biografie die nahezu 400 Jahre vom 16. bis ins 20. Jahrhundert umspannende Lebensgeschichte Orlandos, der als Junge zur Welt kommt und als Frau Karriere macht.
Termine ohne Gewähr:
Do 17.12. 20:30
Fr 18.12. 20:30
Sa 19.12. 20:30
Theater: Theater der Altstadt
STRIKE! In dieser Nacht schlagen wir zurück
von Lorenz Hippe
Inhalt
Inhalt In STRIKE! geht Lorenz Hippe von der gar nicht mehr so fiktiven Grundannahme eines deutschlandweiten Verbots der sog. „Killerspiele" aus. Er zeigt, was diese Computerspiele und ihr Verbot für diejenigen bedeutet, die es unmittelbar betrifft. Dem Stück liegen Interviews mit Jugendlichen zugrunde, die regelmäßig Computer spielen. Ohne zu moralisieren rückt Lorenz Hippe zwei Jugendliche in den Blick, die sich wegen ihrer Spielleidenschaft von der Gesellschaft kriminalisiert sehen. Geschickt flicht er dabei gängige Elemente und Motive aus "Counter- Strike", dem derzeit bekanntesten Ego-Shooter-Spiel, in sein Stück ein und lässt die Grenze zwischen Spiel und Realität verschwimmen.
Mit: Mit: Irfan Kas und Lukas Ullrich ++ Regie: Wilfried Alt ++ Bühne: Christine Brunner
Termine ohne Gewähr:
25. - 27. November / 8. - 10. / 17. / 18. Dezember / 5. / 6. Januar 2010, 16h
17. Dezember 2009, 20h
Theater: FITZ Zentrum für Figurentheater
Die Halsbandaffaire
Zauberhaftes Figurentheater und atemberaubende Magie
Oberhoff / Mousseka, Stuttgart/Kinshasa (DR Kongo)
Gütesiegel Kultur*
Spiel: Stefanie Oberhoff, Lambert Mousseka, Sabine Effmert
Magie: Nils Bennett (Deutscher Meister der Manipulation 1997)
Text: J. W. v. Goethe und andere
Assistenz: Sabine Effmert
Regie: Marcel Keller
Ein wertvolles Juwelencollier, gefälschte Briefe, gewaltige Summen wirklichen Geldes und Magie der Suggestion sind die Ingredienzien der "Halsbandaffäre", in die Vertreter aus französischem Adel und Klerus sowie der größte Scharlatan des Jahrhunderts Cagliostro Ende des 18. Jahrhunderts verwickelt waren. Ein Menuett aus Siegern und Verlierern mit schnell wechselnden Positionen, dessen Schrittfolge bis heute nicht geklärt ist.
Goethe macht aus der historischen "Halsbandaffäre" sein vermeintlich schlechtestes Stück, das Lustspiel „Der Groß – Cophta", mit dem er den Menschen ermöglichen wollte „sich aufzuklären, also mündig zu werden", denn "glaube mir, unsere moralische und politische Welt ist mit unterirdischen Kellern, Gängen und Cloaken miniret, wie eine große Stadt zu seyn pflegt, und an deren Zusammenhang wohl niemand denkt und sinnt. Nur wird es dem, der davon einige Kundschaft hat, viel begreiflicher, wenn da einmal der Erdboden einstürzt, dort einmal ein Rauch aus einer Schlucht aufsteigt, und hier wunderbare Stimmen gehört werden." (Goethe an Lavater)
Hierbei wollen wir Goethe ein wenig zur Hand gehen.
* Die mit dem Gütesiegel Kultur ausgezeichneten Produktionen wurden von einem Team in-ternationaler Künstler erarbeitet, werden in einem kollektiven Bewusstsein produziert und erfüllen sehr hohe Qualitätsstandards im Bezug auf Originalität, Sozialverträglichkeit und Un-terhaltung. Die Künstler bringen ihre Gütekennzeichnung selbst an, sie ist also kein Zertifi-kat, sondern eine Selbsterklärung der Kulturschaffenden.
Termine ohne Gewähr:
Do 14.01. 20:30
Fr 15.01. 20:30
Sa 16.01. 20:30
