Arbeitslosenzahlen im Vergleich - Bundessieger Baden-Württemberg - Die Arbeitslosenquote ist in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter gesunken auf 4,1%. Dabei ist das Land im Bundesvergleich auf der Spitzenposition. Gefolgt von Bayern mit 4,2% und Reihnland-Pflaz mit 5,6%. Schlusslicht ist Berlin mit 13,2% und Mecklemburg-Vorpommern mit 14,0%.
Erstmals seit einem Jahr verzeichnet Baden-Württemberg mit einer Quote von 4,1 Prozent wieder die niedrigste Arbeitslosigkeit aller Bundesländer. „Die Arbeitslosigkeit im Land hat im Januar den niedrigsten Wert seit 1992 erreicht", erklärte Arbeitsministerin Katrin Altpeter.
Insgesamt waren im Januar in Baden-Württemberg noch 228.020 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren gut 33.000 Menschen weniger ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote sei von 4,7 Prozent im Januar 2011 auf nunmehr 4,1 Prozent zurückgegangen.
In der anhaltend hohen Arbeitskräftenachfrage der Wirtschaft, die sich im Januar 2012 in mehr als 73.000 gemeldeten offenen Stellen im Land ausdrückt, sieht Arbeitsministerin Altpeter einen handfesten Beleg für die ungebrochene wirtschaftliche Dynamik in Baden-Württemberg.
Allerdings ist die Freude über das hohe Stellenangebot nicht ungetrübt. Nach den bisher nur für den Dezember 2011 vorliegenden Daten kamen von gut 75.000 offenen Stellen fast 27.000 und damit mehr als 35 Prozent von Zeitarbeitsfirmen. „Wenn diese Entwicklung anhält, werden die Chancen für die Benachteiligten am Arbeitsmarkt, ein stabiles Beschäftigungsverhältnis zu bekommen, immer geringer", so die Ministerin.
Angesichts der weiterhin guten Ausgangslage der Wirtschaft im Land appellierte die Ministerin an die Betriebe, vermehrt neue Arbeitsplätze wieder mit direkten Einstellungen zu besetzen. „Zeitarbeit muss bei der Deckung des Personalbedarfs die absolute Ausnahme bleiben und sollte nur dazu da sein, um Auftragsspitzen abzufedern", so Altpeter weiter. (red/mj)