VfB Stuttgart: Fredi Bobic senkt Ansprüche. Der VfB Stuttgart rangiert nach dem jüngsten 2:0-Erfolg gegen Hoffenheim auf dem vierten Platz in der Bundesligatabelle. Trotzdem übt sich Sportdirektor Fredi Bobic in Bescheidenheit. Sein langfristig ausgelegter Plan soll den VfB Stuttgart auf Dauer in der Spitzengruppe etablieren. Für die laufende Saison gab er als Ziel, das obere Drittel der Tabelle und damit die Teilnahme am internationalen Geschäft aus.
"Wir bauen keine Traumschlösser. Wir müssen die Ansprüche runterschrauben" wird er in dem Bericht einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert. Grund dafür seien auch die Finanzen: "Wir müssen einige Löcher schließen." Die Eingliederung der jungen Spieler muss seiner Ansicht nach langsam erfolgen. Hier fordert er Geduld ein – bei den Fans wie auch den Medien. Neben der spielerischen Anlage müsste der Nachwuchs auch die mentale Verfassung mitbringen, um in der Bundesliga bestehen zu können.
VfB-Stürmer Martin Harnik ist sich sicher, dass Bobic die richtige Strategie verfolgt: "Ich glaube, der VfB geht den richtigen Weg." Bobic, der sich vorstellen kann, noch zehn Jahre als Sportdirektor beim VfB zu arbeiten, will mit Cheftrainer Labbadia ein Team formen, das langfristig Perspektive hat. Diese Saison ist ein erster Schritt in diese Richtung.
(cm)